Rückblick Beach-Champion Ships 2025
Etwas verspätet findet ihr hier den Bericht vom letzten Jahr. Aber da die nächsten Trainingseinheiten im Beach-Handball anstehen mit der Vorbereitung auf die Beach Champion Ships 2026, soll der Bericht Lust auf das diesjährige Event machen:
Pfingstmontag den 09.06.2025 starteten 07:30Uhr in Dresden, Chemnitz, Zwickau und Leipzig die Busse der sächsischen Landesauswahlen im Beachhandball der Jahrgänge 2010/2011 weiblich & männlich ihr Abenteuer zu den Beach Champion Ships 2025. Vor den DHB-Trainern Marten Franke (Männer), Alexander Novakovic (Frauen), Dennis Redlich (Juniorinnen) & Konrad Bansa (Junioren) hieß es sich bestmöglich im Sand zu präsentieren.
Die Turniereröffnung durch den DHB Staff erfolgte pünktlich 15:30Uhr im Blue Beach Witten, was bei unseren Sportlern/innen für Gänsehaut sorgte. Acht Bundesländer weiblich (HVNB, BHV, HVMV, HHV, HVSH, BWHV, HVW & HVS) und sieben männlich (HVNB, HVSH, BWHV, HHV, BHV, HVMV & HVS) hatten ihre Meldung für die Beach Champion Ships 2025 abgegeben. Dieser Wettbewerb wurde 2024 ins Leben gerufen und wir Sachsen sind mit dabei.
Wir hatten bereits 2024 mit Beachtraining Sichtungstagen begonnen, unsere Mädels und Jungs auf den Beachhandball vorzubereiten. Grundlagen mussten geschaffen werden, Regeln erklärt und taktische Spielweisen besprochen werden. Unsere Trainingstage wurden im Albert-Schwarz-Bad Heidenau und beim SV Eiche Reichenbrand (bei Chemnitz) durchgeführt. Mit einem Abschlusstrainingslager am 28./29.05.2025 im Albert-Schwarz-Bad Heidenau und einem Einsatz unserer weiblichen Auswahl in Coswig am Samstag den 31.05.2025 endete die Vorbereitung auf die Beach Champion Ships 2025. Die Nominierung unserer Kader erfolgte
bereits im TL in Heidenau und so waren alle Spielerinnen und Spieler mit entsprechenden Ablaufplänen bestückt.
Zurück nach Witten …
… denn hier begannen nach der Eröffnung die Leistungstests aller Athleten. Dazu gehören der 15m Linearsprint, ein weiterer 15m Richtungswechselsprint, der Counter Movement Jump, Standweitsprung, Schlagwurf & Spinshot Abwurfgeschwindigkeit, Anthropometrische Körpermessungen und eine Zusatztestung. Nach den Testungen gab es durch die DHB-Trainer noch Trainingseinheiten auf den 4 Beachhandballplätzen, ehe es zum gemeinsamen Abendessen gehen sollte.
Dann folgte für alle Teams der DHB-Abend, um allen Sportlern und Trainern die Philosophie des DHB zum Thema Beachhandball, Beachschiedsrichter und Leistungssport nahe zu bringen und es war sehr interessant! Der DHB hat in den letzten Jahren viele Erfolge im Frauen- und Männer Beachhandball errungen. Im Nachwuchs holten sich in 2025 die U17 Teams des DHB in Tunesien jeweils die Silbermedaille der Weltmeisterschaften und eine sächsische Beachhandballerin gehört dazu – Charlotte Baum vom HC Leipzig darf sich Vizeweltmeisterin nennen. Weltmeister wurden jeweils die spanischen U17 Teams.
TAG 2
Nach dem gemeinsamen Frühstück in der Unterkunft Villa Froschloch, folgte für unsere Beachhandballerinnen und Beachhandballer Tag 2 mit Sichtungsmodulen, diese wurden von den DHB-Trainern geleitet und unsere sächsischen Talente konnten viel dazu lernen. Es gab aber auch die sogenannten Selbstzweifel, die Aufkamen, das sollte sich gerade bei unseren Mädels als problematisch erweisen. Denn im ersten Spiel des Turniers gegen den Handballverband Mecklenburg-Vorpommern
verloren unsere Mädels beide Halbzeiten. Sie waren plötzlich übernervös und viele technische Fehler und Fehlwürfe, die wir aus den voran gegangenen Trainingstagen so nicht kannten, machten uns zu schaffen. Mit Halbzeit eins 04:10 und Halbzeit zwei 10:12 stand die erste Niederlage fest.
Das zweite Spiel gegen den Handballverband Niedersachsen-Bremen war eine eindeutige Angelegenheit, gegen den späteren Turniersieger gab es mit 16:30 und 08:26 nichts zu holen! Spiel drei gegen den Handballverband Bayern war von Anfang an spannungsgeladen, dass am Ende zwei ganz knappe Niederlagen pro Halbzeit von 16:18 und 10:11 standen, war ärgerlich, wenn man doch so knapp am Satzgewinn dann doch als Verlierer vom Platz geht. Im vierten Spiel des Tages ging es gegen den Hamburger Handball Verband und die Mädels aus Hamburg waren richtig stark, sie gewannen beide Sätze klar und deutlich mit 02:28 und 12:28!
Unsere Jungs spielten ihr erstes Spiel gegen den späteren Turnierdritten Handballverband Schleswig-Holstein und wir hatten einen WOW Moment im ersten Spiel, wir verloren zwar 16:20 und 22:24, ABER, dass wir so stark mithalten konnten, war unglaublich und machte Mut. Das zweite Match gegen den Handballverband Baden-Württemberg war mit dem ersten Spiel nicht zu vergleichen, weit weg von unserer Leistung aus dem ersten Spiel kamen unsere Jungs nie ins Spiel, 16:26 und 10:26 waren hier die Satzverluste!
Im dritten Spiel kam der haushohe Favorit und späterer Turniersieger, der Handballverband Niedersachsen-Bremen, sich da was auszurechnen war in absoluter Ferne! Vielleicht war gerade das, dass Momentum unserer Jungs, denn die gewann ihren ersten Satz spektakulär mit 32:28! Im zweiten Satz verloren wir 14:30, also Shutout und HVNB startet mit zwei Fehlern, die wir leider nicht nutzen konnten. Am Ende gewannen die Favoriten und wir haben dennoch einen WOW Moment auf unserer Seite. Im vierten Spiel des Tages stand das erste Überkreuzspiel mit dem Handballverband Mecklenburg-Vorpommern an, ein Neuling auf dem Platz, der mit Siegen in das Turnier in seiner Gruppe gestartet war. Wir hatten keine Chance, wir verloren beide Sätze mit 08:23 und 12:30. Nach dem Abendessen ging es zurück in die Unterkunft, wo dann eine Auswertung des Spieltages erfolgte.
Tag 3
Unsere Jungs starteten 10:00 Uhr mit einer DHB-Trainer geführten TE mit Fokus auf Blocktätigkeit der Abwehrspieler. Da waren interessante Bewegungsabläufe dabei, die mehrfach zum Erfolg geführt haben. 11:00Uhr dann das Spiel gegen den Hamburger Handballverband. Der Angriff der Hamburger setzte uns gleich unter Zugzwang, so dass wir im Angriff eine zu hohe Fehlerquote erzeugten. Wir verlieren beide Halbzeiten mit 20:30 und 17:26 zu deutlich. Im zweiten und letzten Spiel des Tages trafen unsere Jungs auf den Handballverband Bayern und es sollte ein richtig spannender erster Satz werden, den wir knapp mit 20:22 verlieren sollten. Im zweiten Satz ging leider alles schief und die Bayern gewannen mit sehr starker Leistung 04:23, wir kamen zu keinem Zeitpunkt des Satzes in Form und zeigten lange Gesichter.
Unsere Mädels starteten ebenfalls mit der DHB-Trainer geführten TE und spulten die gleichen Inhalte ab, auch hier steigerten sich unserer Mädels wieder deutlich. Heute ging es im ersten Spiel des Tages gegen die Mädels aus Bayern, gegen die wir tags zuvor richtig gut ausgesehen haben. Doch dieses Spiel packten die Bayern eine Schippe drauf und gewannen Satz 1 eins sehr deutlich mit 08:17, zu viele Fehlwürfe machten ein besseres Ergebnis zu nichte. Der 2. Satz verlief spannender, mit 18:22 hatten wir dennoch das Nachsehen. Das letzte Spiel für unsere Mädels des Tages und es ging nochmals gegen die Mädels des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern und diesmal waren unsere Sachsenmädels im Fluss, begannen stark, gingen in Führung und gewannen Satz eins mit 2:18. Endlich ein Satzsieg und ab in den zweiten Satz, der bis zum Ende sehr eng gespielt wurde. Nichts für schwache Nerven, ABER, unsere Mädels setzten sich hauchdünn mit taktischem Kalkül mit 16:15 durch und gewannen ihr erstes Spiel bei den Beach Champion Ships 2025.
Einen Nachteil gibt es da noch zu erwähnen, nämlich, zu wenig Beachhandballerinnen und Beachhandballer in Sachsen! Liebe sächsische Vereine, traut euch, geht in den Sand und nutzt die Möglichkeiten, die der Beachhandball bietet. Die nächste Möglichkeit sich für die Beach-Landesauswahl anzubieten gibt es schon bald für die Jahrgänge 2010 - 2013 m/w. Wann genau geben wir rechtzeitig bekannt.











