Strahlende Kinderaugen bei der 20. E-Jugend Bestenermittlung des HVS
Als am Sonntag gegen 18:30 Uhr beim großen Abschlussfoto ein lautes „Yeah“ aller teilnehmenden Mädchen durch die Halle hallte, war sofort klar: Die 20. E-Jugend-Bestenermittlung des Handball-Verbandes Sachsen hatte ihren perfekten Schlusspunkt gefunden. Hinter diesem schönen Moment lagen jedoch viele Stunden Organisation, Einsatz und Teamarbeit. Durch die kurzfristige Verlegung der Veranstaltung von Markranstädt nach Hoyerswerda mussten in kurzer Zeit noch einige organisatorische Herausforderungen gemeistert werden. Umso wertvoller war die Unterstützung des eingespielten Versorgungs- und Helferteams des im Juni stattfindenden „Konrad-Zuse“-Cups. Gemeinsam mit den Trainern und Helfern des SC Hoyerswerda sorgten sie dafür, dass in beiden Hallen alles lief und jederzeit eine helfende Hand da war. Dafür gilt allen ein riesiges Dankeschön.
Nachdem am Freitag die Sporthalle im BSZ „Konrad Zuse“ vorbereitet worden war, starteten am Samstag die E-Jugend-Jungen um 9:25 Uhr mit Eröffnung und Erwärmung in ihren Wettkampftag. Schon im Vorfeld lag Spannung in der Luft, denn bei der Auslosung wurde festgelegt, welche Teams in welcher Vorrundengruppe antreten würden. Das Los brachte den HC Elbflorenz 2006, die Buteo Youngsters Chemnitz, die SG MoGoNo Leipzig und den Radeberger SV zunächst in die Handball-Vorrunde. In der Sporthalle „Neue Oberschule“ bekamen die Zuschauer von Beginn an temporeiche und mitreißende Spiele zu sehen.
Parallel dazu standen im BSZ die Vielseitigkeitstests auf dem Programm. Gefordert waren in diesem Jahr der Nachlauf-Sprungwurf-Test, Vorne-/Hinten-Prellen, Achterlauf, Seilspringen und die Messung der Wurfgeschwindigkeit. Zusätzlich wurden bei allen Teilnehmern anthropometrische Daten erfasst, aus denen die Final-Körpergrößen berechnet wurden – ein Wert, der auch für viele Eltern besonders spannend war. In den Tests gingen die Teams des SC DHfK Leipzig, der NSG SV04/HCE Plauen, des SV Koweg Görlitz und des SV Niederau an den Start.
Nach der Mittagspause wurden die Hallen gewechselt – und damit auch die Aufgaben. Im Handballturnier setzte sich in Gruppe 1 der HC Elbflorenz 2006 souverän durch, in Gruppe 2 zeigte der SC DHfK Leipzig seine Klasse. Nach den Halbfinalsiegen gegen Plauen beziehungsweise Chemnitz kam es damit zum Finale der beiden stärksten Teams des Tages. Dort erwischten die Leipziger den besseren Moment und gewannen am Ende deutlich mit 22:14. Doch trotz des klaren Finalsieges blieb die Spannung bestehen, denn über den Gesamtsieg entschied nicht nur das Turnier: Die Gesamtwertung setzte sich zu einem Drittel aus der Platzierung in der Vielseitigkeit und zu zwei Dritteln aus der Platzierung im Handballturnier zusammen.
Am Sonntag waren dann die Mädchen in Hoyerswerda an der Reihe – mit dem gleichen Ablauf, aber nicht weniger Energie auf dem Feld. Nach der Erwärmung, die erneut von den Top-Talente-Team-Trainern Elisabeth Eckardt und Max Domaschke durchgeführt wurde, starteten sowohl die Handball-Vorrunde als auch die Vielseitigkeitstests. Beim Vorne-/Hinten-Prellen setzte Laura Remme vom HC Leipzig mit 27 Wiederholungen den Top-Wert des gesamten Wochenendes. Gemeinsam mit dem HSV Marienberg, dem HC Rödertal und dem MSV Dresden trat ihr Team in einer Staffel an. Im Handballturnier setzte sich der HC Leipzig knapp als Gruppensieger durch – am Ende entschied das bessere Torverhältnis vor dem HSV Marienberg, nachdem das direkte Duell 9:9 unentschieden geendet hatte.
In der anderen Vorrundengruppe sicherte sich der Görlitzer HC mit drei Siegen Platz eins. Dahinter folgte der VfL Meißen vor dem HC Fraureuth und dem SC Markranstädt. Auch hier war es eng bis zum Schluss: Zwischen den beiden letztgenannten Teams musste das Torverhältnis entscheiden, nachdem das direkte Duell 7:7 geendet hatte. Die Schiedsrichter, die von HVS-Beobachter Tony Winter vor Ort begleitet wurden, hatten in den umkämpften Partien alle Hände voll zu tun und sammelten dabei selbst wertvolle Erfahrungen. Im Halbfinale setzten sich schließlich Görlitz und Leipzig durch – und so kam es auch bei den Mädchen zum Endspiel der beiden Gruppensieger. Wie schon bei den Jungen behielt Leipzig die Nerven und gewann das Finale mit 15:10.
Am Ende beider Tage folgte der große Moment der Siegerehrung – verdient, emotional und voller strahlender Gesichter. Denn eines war von Beginn an klar, wie Moderator und HVS-Verbandstrainer Conni Böhme es treffend formulierte: „Gewinner sind hier alle!“ Entsprechend groß war die Freude über Pokale, Preise und Anerkennung. Zunächst wurden die Mannschaften in der Vielseitigkeitswertung geehrt, danach die besten Einzelsportlerinnen und Einzelsportler ausgezeichnet. Bei den Jungen gewann Konrad Mino Flügel vom HC Elbflorenz 2006 mit 357,5 Punkten. Dahinter folgten mit Lasse Müller (356,5) und Lasse Greilich (354) zwei Spieler des SC DHfK Leipzig. Dass zwischen Platz eins und Platz drei nur 3,5 Punkte lagen, zeigt, wie eng die Konkurrenz bei den Jungen war.
Bei den Mädchen sicherte sich Miriam Pohl mit starken 390,5 Punkten den Siegerpokal. Die Athletin des Görlitzer HC setzte sich damit vor Laura Remme vom HC Leipzig durch, die 383,5 Punkte erreichte. Rang drei ging mit 346 Punkten an Lilly Kämmer, ebenfalls vom Görlitzer HC. Nach dem Dank an die Schiedsrichter und die vielen ehrenamtlichen Helfer wurden die Pokale für das Handballturnier vergeben – und danach wartete direkt das nächste Highlight. Die HVS-Trainer vor Ort hatten unter der Leitung von Landestrainer Jacob Dietrich alle Spiele aufmerksam verfolgt und daraus ein Allstar-Team zusammengestellt. Für die Nominierten war diese Berufung etwas ganz Besonderes, denn sie ist mit einer Einladung zu zwei Trainingslagern des HVS im Top-Talente-Team verbunden.
Ins Allstar-Team der Mädchen wurden berufen: Laura Remme und Minu Mirabel Weber (beide HC Leipzig), Milena Knöchel und Lilly Kämmer (beide Görlitzer HC), Shania Wolf (VfL Meißen), Magalie Friebel (MSV Dresden), Lina Ullmann (HSV Marienberg), Amelie Wenzel (HC Fraureuth), Juliane Großmann (HC Rödertal) und Mathilda Wipper (SC Markranstädt).
Bei den Jungs kamen ins Allstar-Team: Pino Rauschenbach und Oliver Jablonka (beide SC DHfK Leipzig), Konrad Mino Flügel und Miron Fest (beide HC Elbflorenz 2006), Florian Schlieter (SV Niederau), Emi Kammel (SG MoGoNo Leipzig), Jaron Leimcke (Buteo Youngsters Chemnitz), Donis Stupning (NSG SV04/HCE Plauen), Tim Mörtl (Radeberger SV) und Janne Träger (SV Koweg Görlitz).
Als Letztes standen nur noch die acht Pokale und die Medaillen für die Endplatzierungen bereit – und damit noch einmal ein besonders spannender Moment. Denn durch den bereits beschriebenen Modus ergaben sich am Ende noch kleine Verschiebungen im Gesamtklassement. Bei den Jungen durfte der SC DHfK Leipzig den größten Siegerpokal in die Höhe stemmen, bei den Mädchen jubelte der HC Leipzig über Platz eins. Rang zwei ging an den HC Elbflorenz 2006 beziehungsweise an den Görlitzer HC. Die Bronzemedaillen sicherten sich die Jungen von Buteo Youngsters Chemnitz und die Mädchen des HSV Marienberg. Auf den weiteren Plätzen folgten im männlichen Bereich die NSG SV04/HCE Plauen, der SV Koweg Görlitz, die SG MoGoNo Leipzig, der Radeberger SV und der SV Niederau. Im weiblichen Turnier reihten sich der VfL Meißen, der HC Rödertal, der SC Markranstädt, der HC Fraureuth und der MSV Dresden dahinter ein. Über einen Pokal durften sich am Ende alle Teams freuen.
Beim abschließenden Gruppenfoto an beiden Tagen war deshalb vor allem eines zu sehen: stolze Kinder, glückliche Gesichter und ganz viel Begeisterung für den Handball. Die 20. E-Jugend-Bestenermittlung wird vielen sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Am Ende bleibt vor allem eines zu sagen: Danke an alle, die mit ihrem Einsatz, ihrer Zeit und ihrer Leidenschaft dafür gesorgt haben, dass diese Veranstaltung wieder zu dem geworden ist, was sie sein soll – ein echtes Handballfest für die Kinder. Nun wünschen wir allen Jungen und Mädchen eine erholsame und schöne Sommerpause.
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