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Guter Auftritt der LAW 2011m in Güstrow

Für die Landesauswahl 2011m bringt die kommende DHB-Sichtung im Februar eine besondere Neuerung mit sich: Erstmals wird eine MHV-Auswahl aus den Verbänden Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gebildet. Umso wichtiger ist es für die sächsischen Talente, bereits bei den DHB-Vorsichtungen ein starkes Zeichen zu setzen und auf sich aufmerksam zu machen. Die erste Gelegenheit dazu bot sich vom 05. bis 07.06.2026 in Güstrow, wo sie gemeinsam mit den Landesverbänden aus Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zu Gast waren.

 

Die sächsische Delegation war bereits am 03.06. nach Güstrow gereist und nutzte die beiden Tage vorab als Trainingslager zur gezielten Vorbereitung auf die Vorsichtung. Ziel war es, die Abläufe der Jungs aus den verschiedenen Mannschaften in Sachsen zu festigen und das Zusammenspiel weiter zu verbessern. Dabei war vom ersten Moment an spürbar, mit wie viel Einsatz, Konzentration und Leidenschaft die gesamte Gruppe bei der Sache war. Die Fortschritte wurden von Tag zu Tag sichtbarer. Ein besonderer Dank gilt dem Landestrainer von Mecklenburg-Vorpommern, Philipp Groß, für die hervorragende Abstimmung und Organisation vor Ort.

 

Ab Freitagmittag stand dann die eigentliche DHB-Vorsichtung auf dem Programm. Zunächst absolvierten die Spieler die athletischen Tests. Von der Turnkür bis zur Sprungkraft wurden die Jungs in verschiedenen Disziplinen geprüft und bewertet. Direkt im Anschluss folgten die Grundspiele im 6:6 offensiv und 4:4 defensiv gegen die anderen Verbände. In der offensiven Tabu-Zone sprangen dabei ein Sieg gegen Brandenburg und ein Unentschieden gegen Sachsen-Anhalt heraus. Im defensiven 4:4 gelang ein Erfolg gegen Mecklenburg-Vorpommern, hinzu kam eine knappe Niederlage gegen Berlin.

 

Am Samstag begannen die Turnierspiele, bei denen auch Chef-Bundestrainer Michael Schweikhardt vor Ort war. Er bescheinigte den sächsischen Trainern eine positive Entwicklung der Jungs und suchte immer wieder den direkten Austausch. Das war für das Team ein zusätzliches Signal, auf dem richtigen Weg zu sein. Gespielt wurde in drei Dritteln: im ersten Drittel die 3:2:1-Abwehr (2 Punkte), im zweiten Drittel die 6:0-Abwehr (2 Punkte) und im dritten Drittel das Tempospiel (1 Punkt). Jedes Drittel wurde dabei separat gewertet.

 

Im ersten Spiel gegen Sachsen-Anhalt verschliefen die sächsischen Jungs die Anfangsphase und mussten sich im 3:2:1 zunächst deutlich geschlagen geben. Umso beeindruckender fiel die Reaktion im zweiten Drittel aus: Mit viel Entschlossenheit und einer klaren Leistungssteigerung sicherten sie sich den Durchgang, behielten auch im Tempospiel die Oberhand und drehten die Partie am Ende noch zu einem 3:2-Erfolg.

 

Das zweite Turnierspiel gegen Berlin entwickelte sich zu einem intensiven Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, und Kleinigkeiten gaben letztlich den Ausschlag. Nach einer knappen Niederlage und zwei Unentschieden in den Dritteln musste sich Sachsen mit 1,5:3,5 geschlagen geben. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im sächsischen Team stets nach der Hälfte komplett gewechselt wurde, um allen Spielern gleiche Einsatzzeiten zu ermöglichen. Zudem wurden immer wieder unterschiedliche Formationen getestet. Umso wertvoller war die Erkenntnis, dass es dabei keinen Leistungsabfall gab und jeder Einzelne seine Aufgabe mit großem Engagement erfüllte.

 

Am Samstagabend folgte ein gemeinsames, positionsspezifisches Training mit den anderen Verbänden. Geleitet von den Landesauswahltrainern, bot die Einheit nicht nur sportliche Impulse, sondern stärkte auch das Miteinander und den Austausch unter den Jungs.

 

Bis Sonntagmittag standen schließlich noch die letzten beiden Turnierspiele an. Zunächst traf das sächsische Team auf Brandenburg. Sowohl in der offensiven als auch in der defensiven Abwehr behielten die Grün-Weißen die Kontrolle und mussten lediglich im abschließenden Tempospiel eine knappe 4:5-Niederlage hinnehmen. Der Gesamtsieg mit 4:1 war dennoch hochverdient und unterstrich die starke Entwicklung der Mannschaft.

 

Im abschließenden Spiel gegen die Gastgeber aus Mecklenburg-Vorpommern zeigte das Team noch einmal eindrucksvoll, welche Entwicklung es in den vergangenen Tagen genommen hatte. In den ersten beiden Dritteln gelangen souveräne und gut herausgespielte Siege, wobei insbesondere die 6:0-Abwehr zunehmend überzeugte. Das abschließende Tempospiel endete unentschieden, sodass am Ende ein klarer 4,5:0,5-Erfolg zu Buche stand – ein starker Schlusspunkt unter ein intensives und erfolgreiches Wochenende.

 

Die sächsischen Talente präsentierten sich in Güstrow in guter Verfassung und machten als Team einen weiteren wichtigen Schritt nach vorn. Mit Einsatz, Lernbereitschaft und Zusammenhalt sammelten sie wertvolle Erfahrungen und hinterließen einen guten Eindruck. Klar ist aber auch: Für alle gilt es nun, konsequent weiterzuarbeiten.

 

Für Team-Sachsen waren im Einsatz: Kajus Kairis, Constantin Bube, Tom Weißig, Tarik Kowolik, Theodor Schramm, Theo Rietdorf (alle SC DHfK Leipzig), Alexander Hartmann, Edgar Jentzsch, Ferry Sperlich, Finlex Blüher (alle HC Elbflorenz 2006), Konstantin Eichler, Edward Mehlhorn, Frederik Petzold (alle NSG Aue-Chemnitz), Hannes Hillmann (SG LVB Leipzig) 

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Veröffentlichung

Di, 09. Juni 2026

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