Starker Auftritt beim Select Cup in Bremen
Mit einem hervorragenden dritten Platz beim Select Cup in Bremen hat unsere männliche Landesauswahl des Jahrgangs 2010 ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Beim hochkarätig besetzten Turnier vom 30. Oktober bis 1. November 2026 überzeugte die Mannschaft mit einer geschlossenen Teamleistung, großem Einsatz und einer starken Entwicklung im Turnierverlauf. Unter insgesamt 15 Landesauswahlen gelang der Sprung ins Halbfinale und schließlich mit einem umkämpften 32:31-Erfolg gegen Sachsen-Anhalt der verdiente Platz auf dem Podium.
Gruppenphase: Drei Siege und der Einzug ins Halbfinale
Zum Auftakt traf unser Team Sachsen auf den Handballverband Nordrhein. In einer weitgehend ausgeglichenen Begegnung zeigten unsere Jungs viele gute spielerische Ansätze, ließen allerdings zu zahlreiche klare Torchancen ungenutzt. Dadurch lief das Team über weite Strecken einem Rückstand von zwei bis drei Toren hinterher. Trotz guter Möglichkeiten gelang es nicht mehr, das Spiel zu drehen. Am Ende stand eine 23:26-Niederlage, die aufgrund der besseren Chancenverwertung der Nordrheinländer nicht unverdient war.
Im zweiten Gruppenspiel ging es um 20:45 Uhr gegen den Hamburger Handballverband. Nach dem langen Anreisetag aus Bad Blankenburg benötigten unsere Auswahl zunächst etwas Zeit, um in die Partie zu finden. Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich insbesondere die Abwehr, wodurch es gelang, die Hamburger auf Distanz zu halten. Auch wenn erneut einige gute Torchancen liegen blieben, setzte sich unsere Mannschaft letztlich souverän mit 25:20 durch.
Bereits am Samstagmorgen um 9:00 Uhr stand die nächste Begegnung gegen Mecklenburg-Vorpommern auf dem Programm. Nach dem späten Spiel am Vorabend blieb nur wenig Zeit zur Regeneration. Entsprechend müde und etwas schwerfällig präsentierten sich unsere Jungs. Im weiteren Spielverlauf steigerten wir uns allerdings deutlich, fanden zur gewohnten Stabilität im Abwehrverbund und erarbeiteten uns einen verdienten 22:18-Erfolg.
Im abschließenden Gruppenspiel gegen Brandenburg war die Ausgangslage klar: Mit einem möglichst deutlichen Sieg wollten wir uns die Chance auf den Halbfinaleinzug als bester Gruppenzweiter offenhalten. Entsprechend konzentriert, dynamisch und entschlossen ging das Team in die Begegnung. Von der ersten Minute an übernahmen unsere Jungs die Kontrolle, dominierten das Spielgeschehen und erspielten sich bereits zur Halbzeit einen Vorsprung von acht Toren. Mit einem überzeugenden 24:15-Sieg erfüllte die Mannschaft ihre Aufgabe eindrucksvoll. Dank der Ergebnisse in den anderen Gruppen reichte diese Leistung tatsächlich für den Einzug ins Halbfinale. Damit war bereits ein wichtiges Ziel erreicht.
Halbfinale: Gegen starke Berliner war Endstation
Am Samstagabend um 20:15 Uhr wartete mit dem Handballverband Berlin eine der stärksten Mannschaften des Jahrgangs 2010 und einer der Topfavoriten auf den kommenden Deutschland-Cup. Unsere Auswahl fand zunächst gut in die Begegnung und hielt gegen die spielstarken Berliner ordentlich dagegen. Zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen brachten uns jedoch früh aus dem Rhythmus. Berlin nutzte die Überzahlsituationen konsequent, setzte sich mit vier bis fünf Toren ab und verteidigte diesen Vorsprung über weite Strecken der ersten Halbzeit.
Auch im weiteren Spielverlauf zeigte sich die hohe individuelle und mannschaftliche Qualität der Berliner. Unsere Jungs versuchten weiterhin, dagegenzuhalten, ließen jedoch erneut zu viele gute Torchancen ungenutzt. Beide Teams nutzten die volle Breite ihrer Kader. Am Leistungsunterschied änderte sich allerdings nur wenig.
Am Ende fiel die Niederlage mit 19:29 vergleichsweise deutlich aus. Berlin war eindeutig die bessere Mannschaft, setzte sich verdient durch und wurde am Folgetag souveräner Turniersieger. Dennoch lieferte die Begegnung wertvolle Erkenntnisse darüber, welche Feinheiten auf diesem hohen Leistungsniveau den Unterschied ausmachen.
Kleines Finale: Mit starker Teamleistung zum dritten Platz
Im Spiel um Platz 3 wartete am Sonntag mit dem Handballverband Sachsen-Anhalt ein weiterer hochkarätiger Gegner. Anders als in den vorherigen Begegnungen mit jeweils zweimal 20 Minuten wurde das kleine Finale über zweimal 25 Minuten ausgetragen. Unsere Jungs starteten erneut konzentriert und erfolgreich in die Partie. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, ausgeglichenes Spiel zweier starker Mannschaften, in dem unser Team Sachsen zunehmend leichte Vorteile verbuchen konnte. Besonders die aufmerksame Abwehrarbeit in Verbindung mit einer guten Torhüterleistung stellte Sachsen-Anhalt immer wieder vor Probleme. Durch zahlreiche Ballgewinne, schnelles Umschaltspiel und eine diesmal deutlich bessere Chancenverwertung erspielte sich das Team bis zur Halbzeit eine verdiente Zwei-Tore-Führung.
Nach dem Seitenwechsel gelang es sogar, diesen Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Tore auszubauen. In dieser Phase hatte unsere Mannschaft das Spiel fest im Griff. Besonders erfreulich war dabei, dass erneut die gesamte Breite des Kaders genutzt werden konnte und alle Spieler ihren Beitrag zum Erfolg leisteten. Doch Sachsen-Anhalt gab sich keineswegs geschlagen. Mit zunehmender Spieldauer brachten die individuell stark besetzten Gäste ihre Qualitäten immer besser zur Geltung. Der Vorsprung schmolz, und in den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein echter Handballkrimi. In dieser entscheidenden Phase bewiesen unsere Jungs jedoch Nervenstärke, behielten trotz des zunehmenden Drucks einen kühlen Kopf und fanden immer wieder die richtigen Lösungen im Angriff. Sachsen-Anhalt verkürzte Tor um Tor, doch wir brachten den knappen 32:31-Erfolg über die Ziellinie.
Fazit: Mit vier Siegen aus sechs Spielen und einem hervorragenden dritten Platz unter 15 teilnehmenden Landesauswahlen fällt das Fazit des Select Cups ausgesprochen positiv aus. Vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, die hohe Einsatzbereitschaft und die über weite Strecken starke Abwehrarbeit waren wichtige Erfolgsfaktoren. Besonders erfreulich war, dass sich alle Spieler einbringen konnten und die Mannschaft auch in schwierigen Phasen als Einheit auftrat.
Gleichzeitig hat das Turnier deutlich gezeigt, an welchen Punkten bis zum nächsten Höhepunkt noch gearbeitet werden muss. Insbesondere bei der Chancenverwertung besteht weiterhin Verbesserungspotenzial. Auch der Umgang mit Unterzahlsituationen und die Konstanz über die gesamte Spielzeit werden wichtige Themen in der weiteren Vorbereitung sein.
Ein großes Kompliment an die gesamte Mannschaft für diesen starken Auftritt, den tollen Zusammenhalt und eine rundum gelungene Turnierleistung!
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